L319
"Düsseldorfer"
L206 D
"Bremer"
MB 100
T2
Sprinter
Vito/V-Klasse
Vario
Vito/Viano



Der neue Großtransporter

Wie bereits ein Dutzend Jahre zuvor, so folgt auch in den sechziger Jahren ein großer Innovationsschub, an dessen Ende neue Transporter stehen. 1967 tritt der L 406 D als Nachfolger des ersten Transporters auf den Plan. Typisch für die Optik ist eine nur angedeutete Kurzhaube, da die Maschine Platz sparend ein gutes Stück weit hinein in die Kabine ragt. Ebenso markant ist die analog zum Vorgänger weit vorn angesiedelte Vorderachse zugunsten eines komfortablen Einstiegs. An die Stelle der seitlich herumgezogenen Panorama-Frontscheibe trat eine große rechteckige Windschutzscheibe, vorne an den Seiten wie gehabt durch jeweils ein kleineres Fenster vor den Türen ergänzt, heute würde man Van-Fenster sagen. Die Grundform des Neuen ist im Stil der Zeit eckig, das gilt für die Blende des Kühlergrills ebenso wie für die rechteckigen Scheinwerfer.

Der Typencode L 406 D steht für 3,5 bis 4,6 Tonnen Gesamtgewicht und eine Motorleistung von 55 PS aus zwei Liter Hubraum – der Diesel stammt aus dem Pkw Mercedes-Benz 200 D. Dabei bleibt es nicht lange: Peu à peu wird das Angebot erweitert und reicht 1977, zehn Jahre nach dem Start, bis hinauf zum L 613 D mit 6,5 Tonnen Gesamtgewicht und einem Sechszylindermotor aus dem Lkw mit 130 PS aus 5,7 Liter Hubraum. Die wahlweise lieferbaren Benziner spielen in Deutschland eine untergeordnete Rolle. Auch von der neuen Baureihe gibt es wieder Omnibusvarianten. Nach den damals für die Busse von Mercedes-Benz weiterhin typischen Baureihenbezeichnungen firmiert der Bus als O 309 D.

Namen für die Nutzfahrzeuge sind in diesen Jahren bei Mercedes-Benz noch längst nicht üblich, die Bezeichnung recht sperrig. Also behelfen sich Kenner, in dem sie die Transporter einfach mit der Herkunftsbezeichnung benennen. Auf diese Weise heißt der große Transporter mit Stern einfach „Düsseldorfer“. Damit unterscheidet sich der „Düsseldorfer“ klar vom kompakteren „Bremer“, einer
neuen zusätzlichen Transporterreihe, die ab 1977 zunächst im Werk Bremen vom Band laufen wird. Später trägt der Düsseldorfer firmenintern auch die Bezeichnung T2, wird damit als Großtransporter gekennzeichnet. Der Düsseldorfer/T2 entwickelt sich zum Dauerbrenner, läuft fast 20 Jahre lang vom Band. Bis 1986 entstehen knapp eine halbe Million Exemplare zuzüglich Teilesätzen, die in Spanien, Argentinien, dem Iran, der Türkei und in Tunesien montiert werden.





Typenbezeichnung

Nachfolgend eine kurze aber präzise Erklärung wie sich die Typenbezeichnung zusammensetzt.
Hier wird auch das Geheimnis um den Buchstaben "G" in der Bezeichnung gelüftet.