 |
Bis dahin jedoch flankieren den Düsseldorfer längst weitere Transporter. Ab 1969 mehrheitlich an der aus Traditionsfirmen neu gegründeten Marke Hanomag-Henschel beteiligt, übernimmt die Daimler-Benz AG zum Jahreswechsel 1970/71 das Unternehmen vollends. Neben dem Henschel-Werk in Kassel gehören damit auch das Werk der früheren Tempo-Lieferwagen in Hamburg und das ehemalige Borgward-Stammwerk in Bremen zum Konzern, beide inzwischen Hanomag zugehörig. Gleichzeitig kommt Mercedes-Benz mit diesem Schritt zu einer zweiten, bereits gut eingeführten Transporter-Reihe mit mittelgroßen Fahrzeugen aus Hamburg und Bremen, hervorgegangen aus dem früheren Tempo Matador.
Ursprünglich von Hanomag als F 20 bis F 36 entwickelt, starten die Transporter von 2,4 bis 3,3 Tonnen Gesamtgewicht leicht abgewandelt parallel zu Hanomag als Mercedes-Benz L 206 D und L 306 D. Sie tragen ganz selbstverständlich den Stern am Kühlergrill, vorn in den Frontlenker-Kabinen arbeiten Dieselmotoren von Mercedes-Benz, erst der bekannte Vierzylinder mit zwei Liter Hubraum und 55 PS aus dem 200 D, später der 60 PS starke Motor aus dem 220 D. Fünf Jahre nach der Übernahme endet die Zwei-Marken-Strategie, die Transporter, ab 1976 sämtlich in Bremen gefertigt, gibt es ab sofort ausschließlich als Mercedes-Benz. Bis Ende der siebziger Jahre summiert sich die Fertigung beider Marken zusammen auf knapp 304 000 Exemplare, davon entfallen etwa 165 000 Fahrzeuge auf Mercedes-Benz. Im Hintergrund reift in diesen Jahren bereits ein komplett neuer Transporter mit den inzwischen typischen Merkmalen der Marke Mercedes-Benz heran.
|
 |