L319
"Düsseldorfer"
L206 D
"Bremer"
MB 100
T2
Sprinter
Vito/V-Klasse
Vario
Vito/Viano



Aus Spanien nähert sich 1987 der MB 100 D

Ab 1987 erweitert der MB 100 D das Transporter-Programm in Mitteleuropa um einen neuen Kompakttransporter. Er stammt aus Vitoria im Baskenland/Nordspanien und ist Teil der Baureihe MB 100 D bis MB 180 D, die auf der iberischen Halbinsel ein Jahr zuvor präsentiert wurde. Damit rückt ein Werk und dessen Produkte ins Rampenlicht, das bisher außerhalb von Südwesteuropa fast unter
Ausschluss der Öffentlichkeit arbeiteten. 1958 hatte die damalige Daimler-Benz AG die Auto Union übernommen, damit auch ein Transporterwerk in Spanien. Hier wurden seit 1954 DKW-Transporter gefertigt. Dieses eigenständige Programm wird von Daimler-Benz fortgeführt. Kern bleiben Frontlenker-Transporter mit Frontmotor, Antrieb auf die Vorderachse und Rohrahmen. Die Zweitaktmotoren werden jedoch durch Dieselaggregate von Daimler-Benz ersetzt.

Nach mehreren Modellwechseln geht 1986 die Modellreihe MB 100 D bis MB 180 D mit Transportern bis 3,5 Tonnen an den Start. In Mitteleuropa tritt daraus der MB 100 D an. Typisch für den Transporter sind der eckige Aufbau und einige technische Merkmale, die auf die Tradition dieser Baureihe zurückzuführen sind: Rohrrahmen, vorn im Fahrerhaus der Frontlenkerkarosserie eingebauter
Motor, Antrieb auf die Vorderräder. Der Motor ist ein typischer Vertreter der Marke mit dem Stern: Der Diesel ist bestens aus dem Pkw 240 D bekannt („Taxidiesel“) und leistet als Vierzylinder aus 2,4 Liter Hubraum 53 kW (72 PS).

Nach einigen Jahren äußerlich aufgefrischt, erregt 1994 ein MB 100 D als Technologieträger große Aufmerksamkeit: Der „NECAR“ (New Electric Car) ist das erste Automobil der Welt mit Brennstoffzellenantrieb. Der NECAR bleibt ein Einzelstück, von der gesamten Baureihe dagegen fertigen die Spanier 207 000 Exemplare.