L319
"Düsseldorfer"
L206 D
"Bremer"
MB 100
T2
Sprinter
Vito/V-Klasse
Vario
Vito/Viano



Viel mehr als nur ein neuer Name: der Sprinter

Mit seiner knappen Million Exemplare ist der T1 bisher klarer Bestseller unter den Transportern mit Stern. Im Frühjahr 1995 erhält er mit dem Sprinter einen würdigen Nachfolger. Er trägt als erstes Nutzfahrzeug des Unternehmens einen Namen anstelle eines Kürzels oder eines nüchternen Zahlencodes. Diesmal ist die Abfolge umgekehrt: Der neue Erfolgs-Transporter läutet im Unternehmen eine
beispiellose Welle der Erneuerung sämtlicher Transporter und Lastwagen in Europa ein.

Mit längs eingebautem Frontmotor und Hinterradantrieb übernimmt der Sprinter das technische Grundkonzept seines Vorgängers. Doch sonst ist alles neu: die Karosserie, das Fahrerhaus und nicht zuletzt die Technik. Das Fahrwerk mit Einzelradaufhängung vorn ist gleichermaßen komfortbetont und sicher. Mit damals kräftigen Dieselmotoren bis 90 kW (122 PS) setzt sich der Sprinter an die Spitze
seiner Klasse, macht seinem Namen alle Ehre. Die hohe Leistung ist bestens abgesichert: Scheibenbremsen rundum und das serienmäßige Antiblockiersystem sowie das automatische Bremsdifferenzial setzen unter Transportern neue Maßstäbe.

Mit anfänglich 2,55 bis 4,6 Tonnen Gesamtgewicht und fast zahllosen Aufbauund Radstandsvarianten steht beim Sprinter gleichzeitig Vielseitigkeit im Vordergrund. Sie wird im Jahr 2001 durch eine Erweiterung des Programms bei offenen Baumustern auf sechs Tonnen Gesamtgewicht noch erhöht. Bereits ein Jahr zuvor hat der Sprinter neue Vier- und Fünfzylindermotoren mit Common-Rail-
Direkteinspritzung, Mehrventiltechnik und einer Leistung bis zu 115 kW (156 PS) erhalten. Alternativ zum Schaltgetriebe und der Automatik steht auch das automatisierte Getriebe Sprintshift zur Verfügung. Der Schalt- bzw. Wählhebel ist bei allen Modellen Platz sparend ins Armaturenbrett gewechselt. Mit der serienmäßigen Einführung des elektronischen Stabilitätsprogramms (ESP) und
des Bremsassistenten (BAS) setzt der Sprinter im Jahr 2003 erneut Maßstäbe in der aktiven Sicherheit.

Der Markterfolg spricht klare Worte: Heute wird der Sprinter nicht nur in Düsseldorf, sondern auch in Argentinien und Vietnam gefertigt, dazu in den USA endmontiert. In Europa gilt seine Fahrzeuggröße längst als die „Sprinter-Klasse“. Kein Wunder bei inzwischen rund 1,3 Millionen gefertigten Exemplaren, die in weit mehr als 100 Ländern der Welt unterwegs sind. Damit ist der Sprinter der Bestseller unter den vielen Transporter-Modellreihen von Mercedes-Benz in 50 Jahren. Im Kundenversuch laufen inzwischen Sprinter mit Hybrid- und Brennstoffzellenantrieb. Sie erlauben, zusammen mit der Studie „Innovationsträger Sicherheit“,
einen Blick auf die Zukunft von Transportern mittlerer Größe.

Über den gewerblichen Einsatz hinaus erfreut sich der Sprinter auch als Basisfahrzeug für gehobene Reisemobile großer Beliebtheit. Vor allen Dingen der Sprinter James Cook mit Ausbau von Westfalia Van Conversion, einer Tochter der DaimlerChrysler AG, hat längst Kultstatus erreicht. Die regelmäßige unangefochtene Wahl zum Reisemobil des Jahres in seiner Kategorie untermauert diese Position.