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Das Feuerwehrfahrzeug vom Typ Mercedes-Benz LP 813 TLF8s wurde im Jahr 2006 bei der Alfelder Papierfabrik SAPPI außer Dienst gestellt. Das Tanklöschfahrzeug wurde im Anschluss daran von der Alfelder Veteranen-Lastwagenwerkstatt übernommen. Und befindet sich auch heute noch in deren Besitz. Der Fahrzeugtyp LP 813 wurde 1973 mit einem 130 PS Motor vorgestellt und löste somit den 110 PS starken LP 811 ab. Der LP 813 wurde bis 1984 gefertigt. Dieses Fahrgestell war bei Herstellern für Feuerwehraufbauten sehr beliebt, so bot es bis dahin nicht gekannte Möglichkeiten unterschiedlicher Aufbauten, nicht nur im Bereich der Feuerwehr. Unsere Feuerwehr ist mit einem Ziegler-Aufbau versehen. Aufgrund des guten Zustandes und dem Bezug des Fahrzeuges zu Alfeld lag es nahe mit der Firma SCHUCO Kontakt aufzunehmen. Der Modellautohersteller zeigte sich sehr angetan von der Idee der Alfelder, so dass bereits im März 2007 mit der Vermessung des SAPPI-Tankers, wie er zwischenzeitlich genannt wurde, begonnen werden konnte.
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Bei aktuellen Miniaturen, die im Auftrag nahezu aller wichtigen Automobilhersteller fabriziert werden, erreicht die Auflage sogar fünfstellige Zahlen. In der Regel vergehen hier jedoch 9-12 Monate von Idee bis zum fertigen Modell.
Bei Industrie-Modellen wie für BMW, Audi, Mercedes-Benz, Opel oder VW werden die Muster anhand von CAD (Computer Aided Design) Daten und Fotos entwickelt. Komplizierter wird es bei den historischen Exemplaren, da von diesen keine CAD-Daten existieren. Der mobile Laserscanner, der seit ca. 2 Jahren zum Equipment der Produktentwicklung im Hause Schuco gehört, macht es jedoch möglich innerhalb von zwei Stunden Millimetergenau die Maße zu nehmen, die anschließend digital umgewandelt werden. Die Zeiten in denen hunderte Fotos gemacht und mühsam umgerechnet werden mussten sind vorbei. Heute werden Kugeln als optische Vergleichspunkte positioniert, ein Meterstab angelegt und der Scanner macht sechs Aufnahmen, welche dann später am Computer aufeinander gelegt werden. Schwer ist es jedoch die Originale aufzuspüren. Viele der Schmuckstücke sind in Scheunen oder Hinterhof-Garagen versteckt, denn nur wenige Oldtimer-Besitzer geben ihre Kostbarkeiten der Öffentlichkeit preis.
Die selbst erfassten CAD-Daten gehen inkl. Fotos und Skizzen an den Hersteller nach Dongguan, der so genannten „Hauptstadt“ der Spielzeugproduktion in Süd-China. Dort wird der Prototyp aus Kunstharz von Designern erarbeitet. Damit die Einzelheiten besser zu erkennen sind, ist dieser Prototyp doppelt so groß wie das Modell später sein soll. Der Prototyp wird nun wieder nach Fürth geschickt und hier beginnt nun der Feinschliff. Sobald der Prototyp in Ordnung ist, werden in China entsprechende Werkzeuge und Stahlformen gebaut und die „Nullserie“ von 10 Exemplaren, welche noch x-mal überarbeitet werden, entsteht. Erst wenn die Modelle Serienreife erlangt haben, werden sie im Zinkdruckguss-Verfahren gefertigt und lackiert.
So entstand von unserem Alfelder Modell eine limitierte Auflage von weltweit nur 2000 Stück im Maßstab 1:43 und bildet zusätzlich noch die Grundlage für weitere Modelle auf Basis unseres Fahrzeuges. Es besticht durch eine sehr detaillierte Gestaltung, selbst auf das Original-Kennzeichen wurde nicht verzichtet: "ALF - C 790". Die Türen tragen den ursprünglichen Aufdruck: "Werkfeuerwehr Hannoversche Papierfabriken". Insgesamt wurden sehr viele Details vom Original auf das Modell übertragen.
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