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Veteranen Lastwagentreffen in Alfeld 11. bis 13. Juni 1999
Seit unserem letzten Bericht über die LKW-Schrauber in der Föhrster Straße im September 1997 hat sich in und um die Werkstatt viel bewegt. Nicht nur, daß die Mechanikerprinzen um Ulrich Sladowy und Dieter Dreyer in diesen 1 1/2 Jahren weiterhin kontinuierlich "schlafende LKW-Schönheiten wachgeküßt haben" (wie es unser Autor Marsin damals so poetisch zu beschreiben geruhte), nein, sie haben zudem aus Stuttgart den Ritterschlag erhalten.
Internationaler Ansprechpartner Im Mai 1998 erklärte Stefan Röhrig, Leiter des Centers von Daimler-Benz Classics: "Im Zuge des weiteren Ausbaus der Traditionspflege auch auf dem Nutzfahrzeug-Gebiet, vor allem im Bereich hochwertiger Restaurierungen, greift Daimler-Benz Classic aus Kapazitätsgründen in Zukunft auf die Kooperation mit einem qualifizierten Fachbetrieb zurück. Die Wahl fiel dabei auf die Firma Werner Dreyer im niedersächsischen Alfeld/Leine. Sie wird zukünftig in Abstimmung mit dem Classic-Center von Daimler Benz offiziell die Betreuung der Nfz-Kunden und ihrer Fahrzeuge übernehmen. Gegenwärtig werden von Alfeld aus bereits rund 2.500 Kunden mit etwa 3.500 Fahrzeugen aus Deutschland und dem europäischen Ausland mit Rat und Tat betreut. Darunter renommierte Speditionen und Firmen mit Sonderfahrzeugen, die mit einem schmucken Oldtimer ihre lange Tradition unterstreichen und für sich werben. Wir sind überzeugt, in der Firma Dreyer den richtigen Partner für eine Kooperation auf dem Nfz.Oldtimer-Sektor gefunden zu haben, zumal Begeisterung, historisches Fachwissen, technische Kompetenz und handwerkliches Können vorhanden sind."
Veteranen-Treffen ´98 Doch nicht nur diese Nachricht lenkte die Aufmerksamkeit der internationalen Veteranenszene auf Alfeld. Im Sommer letzten Jahres veranstaltete die Werkstatt ein erstes Treffen der schwergewichtigen historischen Vehikel in Alfeld. Sie ließen die geschichtsträchtigen Arbeitstiere über Berg und Tal schnaufen und verwandelten schließlich mit ihrem farbenfrohen Konvoi den Alfelder Marktplatz in einen Parkplatz. An diesem Ort traf dann ganz augenfällig Geschichte auf Geschichten. Denn diese zu erzählen, zu fachsimpeln und sich auszutauschen hatten die Schofföre reichlich Gelegenheit. Nicht nur beim gemeinsamen Mittagessen in den umliegenden Lokalen, sondern auch beim abendlichen geselligen Beisammensein; eine wahrscheinlich eher zu zahme Beschreibung für die zünftigen und feuchtfröhlichen Parties.
Insgesamt muß es sich um eine ganz außergewöhnliche Veranstaltung gehandelt haben, veranlaßte sie doch Holger Gräf, Redakteur vom "Historischer Kraftverkehr", dem Zentralorgan der deutschen Nutzfahrzeugveteranenliebhaber, zu einer wahren Eloge: "Das hervorragende Wetter an diesem Wochenende konnten sie nicht vorhersehen, aber sonst nutzten die Veranstalter so ziemlich jede Möglichkeit der Einflußnahme, um ein erstklassiges Nutzfahrzeug-Treffen der etwas anderen Art auf die Beine zu stellen. Den Aktiven der Nutzfahrzeug-Veteranen-Werkstatt gebührt ein dickes Lob. Manch anderer Ausrichter eines Treffens täte sicher gut daran, Veranstaltungs-Neuling Dieter Dreyer in Zukunft um den ein oder anderen organisatorischen Tip zu bitten."
Doch sicher nicht nur das Lob aus berufenem Munde hat das Organisationsteam veranlaßt, dem ersten Streich einen zweiten folgen zu lassen. Das erste Treffen hat den Teilnehmern und Helfern einfach einen Heidenspaß gemacht. Und so ist schon heute allen Beteiligten anzumerken, daß sie mit ungeheurem Engagement bei der Sache sind und mit viel Vorfreude auf das Wochenende vom 11. bis zum 13. Juni warten. Über 50 Helferinnen und Helfer, Mitarbeiter, Freunde und Bekannte unterstützen die Veranstalter bei ihrem Vorhaben. Zudem erhalten sie noch Hilfe von der Polizei und dem ATC (Alfelder Touren Club). "Allen Helferinnen und Helfern muß man schon im Voraus ein ganz dickes Lob und herzliches Dankeschön aussprechen", zeigen sich die Mitarbeiter der Veteranen-Werkstatt denn auch von der Hilfsbereitschaft und dem Einsatzwillen beeindruckt. Und ganzer Einsatz wird auch in diesem Jahr wieder verlangt.
Über 140 Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf bis zu 80 Fahrzeugen werden in diesem Jahr erwartet. Eigentlich fast ein Familientreffen, denn: "es gibt in Deutschland lediglich fünf größere Treffen historischer LKWs, man kennt sich....". Am Sonnabend geht es für die Schofföre und ihre motivierte Besatzung zum einen um das Erfahren der netten Landschaft rund um Alfeld, zudem sollen aber auch ein paar kniffelige Fragen beantwortet und Geschicklichkeit bewiesen werden. Dieter Dreyer: "Das darf man sich allerdings nicht als verbissen und bierernst vorstellen, alles muß man mit einem Augenzwinkern betrachten. Auch werden keine Riesenpreise verteilt. Wir lassen bei der Siegerehrung das Wochenende noch einmal Revue passieren, wenn z.B. ein LKW ein bißchen Öl unter sich gelassen hat, bekommt sein Fahrer eben einen Sack Ölbindemittel. Bei allem steht der Spaß im Vordergrund." Natürlich wird nichts über die Fragen und Prüfungen veraten. Allerdings sind ihm ein paar Infos über die ungefähren Zeiten der Zwischenstops zu entlocken, so daß Schaulustige Gelegenheit haben, die rollenden Lasttiere einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.
Am Samstag, den 12. Juni treffen die LKW um ca. 9.30 bei der Fa. Dreyer, Limmerburg, ein, um ein Geschicklichkeitsfahren zu bestehen, zur gleichen Zeit absolvieren andere Fahrer eine Prüfung auf dem Parkplatz von Sappi an der Nordtangente. Um 10.30 Uhr ist ein Treffen am Almstedter Bahnhof geplant, wo eine Dampflok die Fahrerinnen und Fahrer von der Straße auf die Schiene bringt. Gegen 13.00 Uhr darf man dann den LKW-Corso auf dem Alfelder Marktplatz erwarten. Dort wird über Mittag geparkt, die ZuschauerInnen haben also reichlich Gelegenheit, die Veteranen in Augenschein zu nehmen.
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