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Argentinische Busfahrer waren in den 50er-Jahren Privatunternehmer. Sie gingen mit der Schönheit ihrer Busse auf Kundenfang. Die schönsten Busse lockten die meisten Fahrgäste, und so verzierte Hector Brieta sein Fahrzeug mit religiösem Kitsch, Spiegeln, Leuchten und geätzten Scheiben. Nicht weniger als 54 Mercedes-Sterne sind über den Wagen verteilt. Bei Betätigung der Bremse leuchtet der Jesus im Schaltknauf. Mittlerweile stieg Brieta zum größten südamerikanischen Omnibus-Mogul auf. Er zeigte einer Mercedes-Delegation seinen ersten Bus: Der Colectivo stand, mit Efeu bewachsen, auf dem Hof. Für die Sammlung ließ Brieta den Grundstein seines Imperiums in einjähriger Handarbeit wiederherstellen und schenkte ihn der Sammlung. Nur der deutsche TÜV konnte sich mit dem Kitschmobil nicht anfreunden. "Absolut verkehrsgefährdend", urteilte er und verweigerte dem Plüsch-Chrom-Monster die Plakete. Besichtigen können Sie den Bus im neuen Mercedes-Benz Museum in Stuttgart.
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