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Die grundsätzliche Aufgabenstellung seitens des Kunden war bzw. ist, neben der Nachfertigung fehlender Teile und der Wiederherstellung der Fahrfähigkeit des Schleppers, diesen in seiner Original-Patina der letzten Jahrzehnte zu erhalten.
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Der Anlieferzustand des Traktors ließ auf eine lange und intensive Nutzung schliessen, ebenso aber auch auf eine lange Standzeit. Nichts von dem, was benötigt wurde, konnte in einem Ersatzteillager gekauft werden. Selbst Schrauben und Muttern entsprachen nicht den heutigen Normen und mußten neu angefertigt werden. Abmessungen und Muster benötigter Teile konnten einem anderen, zuvor restaurierten OE entnommen werden, die Kurbelwelle konnte mit neuen Hauptlagern weiter verwendet werden.
Ein gebrauchter Zylinderkopf konnte beschafft werden. Dieser wies bei einem ersten Probelauf Risse auf, die nicht geschweißt werden konnten. Es wurde deshalb ein neuer Zylinderkopf gegossen. Dies war am Ende Terminbestimmend für die Fertigstellung des OE im August 2009.
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Möglicherweise hat der Schlepper dem einen oder anderen OE-Besitzer als Teileträger gedient. Es fehlten sehr wesentliche Teile wie:
- der Kolben und der Zylinder - das Pleuel - die komplette Motorsteuerung samt Einspritzpumpe und -düse - der Wassertank der Verdampferkühlung war geschweisst worden - Kolben und Zylinder wurden neu angefertigt - ein neues Pleuel wurde aus dem Vollen gefräst. Gesenkwerkzeuge zum Schmieden eines neuen Pleuels standen nicht mehr zur Verfügung - Einspritzpumpe und Steuergehäuse wurden neu angefertigt - eine Original-Einspritzdüse war nicht mehr zu finden. Am Ende wurde eine Einspritzdüse von einem Fiat Ducato genommen, auf 90 bar eingestellt und ein neuer Halter dafür angefertigt - das Oelfilter war unbrauchbar und wurde gegen einen Einwegfilter getauscht
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Dem Getriebe und Hinterachsantrieb sah man den Zahnrädern die langen Jahre der Benutzung an. Die Getriebewellen waren an den Lagerstellen noch in Ordnung. Das Getriebe konnte mit heute noch gebräuchlichen neuen Lagern wieder zusammengebaut werden. Mit Blick auf die zukünftige Verwendung des OE und die Kosten wurden keine neuen Zahnräder angefertigt.
Die Differentialsperre wies einen Gewaltschaden auf und wurde nicht wieder instandgesetzt.
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Die Bremsen waren verschlissen und stark verölt. Ein neues Bremsband wurde aus Meterware hergestellt und aufgenietet.
Der restaurierte OE sollte nicht lackiert werden, die im Laufe der Jahre angesetzte Patina erhalten bleiben, deshalb wurden alle Teile gründlich gereinigt, der Rost aber nicht vollständig entfernt.
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Hersteller: Daimler-Benz AG, Werk Mannheim
Motor: Oelmotor-Einzylinder (liegend) - Arbeitsweise: Viertakt-Vorkammer-Dieselmotor - Leistung: 26 PS bei 800 U/min - Drehmoment: 28 kpm bei 400 U/min - Bohrung / Hub / Hubraum: 150 / 240 mm / 4.241 ccm - Verbrauch: 220 g / PSh
Getriebe: 3 Vor- / 1 Rückwärtsgang - Geschwindigkeiten: 5 / 10 / 15 / R 6 km/h Eigengewicht: 3.405 kg
Produktionszeitraum: 1928 bis 1935 - Stückzahl: ca. 380
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Quelle:
Restaurationsbericht: Janson / Schmeing 2009 Fotos: soweit nicht anders gekennzeichnet, Mercedes-Benz Classic Nutzfahrzeug-Service Alfeld
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